Frau auf Mountainbike

 



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Vorweihnachtliche Gedanken

Dieses wir mal ein Eintrag „ohne Biken“. Muss ja auch mal sein. Manchmal habe ich auch andere Dinge, die mich bewegen und darnieder geschrieben werden müssen. Naja, „müssen“ nicht, aber wenn man halt @ home wenig Austausch hat (eigentlich gar keinen), dann hilft es manchmal, wenn Gedanken irgendwo hin können. Menschen, die viele Jahre oder womöglich schon ihr ganzes Erwachsenleben in einer Partnerschaft leben, können sich manchmal nicht vorstellen, dass uns Singles genau das fehlt: Der abendliche Austausch, das Reden über Dinge, die einen bewegen. Oft bekomme ich von Paaren zu hören: Sei doch mal glücklich als Single, ist doch auch alles prima…….jammere nicht so viel rum. Ich jammere gar nicht "viel" rum... nur manchmal.....;-) Die Leute haben ja recht: An sich ist das Singelleben gut, die meiste Zeit überwiegen die Vorteile, man richtet sich ein über die Jahre. Aber Paare jammern ja auch bisweilen rum, wollen sich mit jemand über die Nachteile ihrer Beziehung austauschen oder die Probleme in ihrer Ehe wenigstens manchmal irgendjemanden erzählen. Jedenfalls machen die Frauen das so untereinander, die Männer vielleicht ja nicht. Aber ich bin nun mal eine Frau, ab und zu müssen wir jammern, auch wenn alles gut ist. Ja,ja.. ich weiß, die Männer verstehen das jetzt nicht so *lach*…..... ist auch nicht nötig, denn eigentlich wollte ich was anderes schreiben. Dies war bisher nur die Einleitung *grins*. Wenn man im Moment mal durch die Zeitschriften-Regale schlendert, dann findet man auf den Titelseiten der gängigen Frauenzeitschriften unzählige Artikel darüber, wie man als Single Weihnachten feiert. Diese Artikel überwiegen in der Anzahl deutlich den Artikel, wie man als Paar Weihnachten gut übersteht. Singleweihnachten ist also definitiv „in“. Ich mach es seit 8 Jahren nichts anderes und es ist total okay. Wir Singles macht ja nichts anderes als Paare auch. Baum herrichten, Kekse backen, Wohnung schmücken, Heiligabend was Tolles kochen, schick anziehen. Was mich aber so sehr wundert: Warum ist das alleine Feiern bei so vielen notwendig geworden? Warum sind so viele Menschen Singles und bleiben es auch? Wenn man sich mal einen einzelnen(!) Single schnappt und direkt fragt, dann bekomme ich immer (!) als Antwort: Naja, eigentlich hätte ich schon gerne eine Beziehung...... Aber in der Öffentlichkeit gibt das keiner zu.Das ist total verpönt.Der Wunsch nach einer Beziehung wird ins lächerliche gezogen. Und wenn jemand bisweilen sogar traurig über sein Singelsein ist, dann wird er meist regelrecht verspottet. Single zu sein ist voll im Trend. Man hat gefälligst glücklich darüber zu sein. Punkt. Was meint ihr, wie oft ich zu hören bekommen: Ja, man merkt dir halt an, dass Du gerne eine Beziehung möchtest und das schreckt die Männer ab. Das ist doch total absurd. Wieso ist das heutzutage was schlechtes, eine Beziehung zu wollen? Davon mal abgesehen gab es auch einige Jahre, wo ich ganz bestimmt keine Beziehung wollte und das auch so gesagt hatte. Da war das allgemeine Interesse auch nicht größer, also stimmt es nicht was die meisten sagen. Wenn ich zum Beispiel in unsere Mountainbikegruppe schaue. Da sind ca. viele hübsche Frauen, die recht regelmäßig dabei sind. Davon sind fast alle Single. Alle hübsch, sportlich, fröhlich und naturverbunden. Bei den Männern sind auch etliche Single. Ebenfalls alle attraktiv und sportlich und locker und unterhaltsam, alle im groben eine Altersklasse (30 bis 40 Jahre die meisten). Diese Frauen und diese Männer haben ein gemeinsames Hobby, was ja angeblich verbindet. Die treffen sich regelmäßig beim Biken und auch „privat“. Trotzdem hat sich bei den meisten der Singlestatus in den letzten Monaten nicht geändert. Warum bloß nicht? Ich rede ja nicht nur von mir, sondern im Allgemeinen. Wieso wollen die Menschen heutzutage Single bleiben????? Dazu sind wir doch eigentlich gar nicht geschaffen. Wir sind doch Rudel- und familienwesen …. Okay..das waren jetzt nur Gedanken zur Weihnachtszeit..musste auch mal sein…..
20.12.11 05:32


Bikejöring

Mountainbiken ist schon eine sehr, sehr coole Sportart. Mit Hunden zu arbeiten ist aber auch super klasse und macht riesig Spaß. Was liegt also näher, als beide Sportarten bisweilen mit einander zu kombinieren? Man kann auf zweierlei Arten mit den Hund biken: Einmal lässt man ihn neben dem Bike herlaufen (mit oder ohne Leine), sozusagen als Begleitung auf Radtouren und die anderen Möglichkeit besteht darin, den Hund aktiv ziehen zu lassen und das Ganze hat dann auch einen Namen: Bikejöring. So sieht das Ganze dann bei uns in etwas auch aus: http://www.youtube.com/watch?v=dLQ9u2V4oX8&feature=related Im Gegensatz zum Pferd , welche vor der Kutsche mit Zügeln ausgestattet ist, welches der effektiven Temporegulierung dient, hat der Biker hier dem Hund gegenüber nur die Stimme. Der Hund muss also das Abbiegen nach links und rechts auf Kommando beherrschen und auf Befehl schneller und langsamer laufen. Das klappt bei mir und Eps schon sehr gut. Am Anfang der Tour und wenn es bergab geht, möchte er natürlich gerne richtig schnell, da brauche ich zur Temporegulierung noch die Bremsen. Aber nach ca. 5 Kilometern hat er sich ausgetobt und dann können wir wunderbare 10 bis 20 Kilometer lange Touren machen. Bei längeren Touren darf er nicht ziehen, denn sonst reicht natürlich die Kraft nicht. Wenn man richtig aktiv und Wettbewerbsorientiert Bikejöring betreiben möchte, braucht man einen Schlittenhund (Husky, Malamute oder Samojeden) und auch nur diese Hunde sind bei den meisten Rennen zu gelassen. Aber für ein Hobbymäßiges Fahren reicht natürlich auch eine normale Laufhunderasse. Ich habe bis her noch keine Zugvorrichtung fürs Bike, sondern ich habe Eps noch immer an meinem Joggergurt befestigt. Damit ich dadurch keine Rückenschmerzen bekomme trage ich einen gut gepolsterten Nierengurt darunter. Das geht so weit ganz gut, nur muss man bei hohem Tempo, vertüddelt. Schnell bekommt man beim Bikejöring ein Gefühl dafür, wenn der Hund Unterstützung braucht und pedalieren angesagt ist. Bergauf natürlich immer, aber auch bei tiefen Boden. Es ist schon ein irre Gefühl, wie man immer besser lernt, sich mit den Hund zu verständigen und auch schon Feinabstimmungen in der Temporegulierung oder beim Abbiegen hinbekommt.. Auch der Hund muss lernen, sich mit dem Biker zu verständigen, er muss ja schließlich Bescheid sagen können, wenn er mal muss oder eine Pause angesagt wird. Gemeinsamer Sport mit dem Hund ist wirklich eine tolle Sache
8.12.11 15:18


Tiefpunkte

Irgendwann hat sie sich eingeschlichen: Die Unsicherheit beim Mountainbiken…... und nun stehe ich da und überlege, wie ich das Problem angehen kann. Erst war es nur Unsicherheit bei steilen Auffahrten, dann war ich einige Male heftig gestürzt, dann kamen zwei Touren, wo ich nicht hinter herkam und die Gruppe nicht gemerkt hatte, dass ich fehle (dank GPs am Iphone habe ich trotzdem zurückgefunden, aber ich habe trotzdem immer Schiß, wenn ich irgendwo im Wald bin, wo ich mich nicht auskenne) und dann die ewige Unsicherheit, dass ich konditionell und vom Tempo her es nicht schaffe und dann bekam ich plötzlich auch noch Schiß bei Abfahrten. Gemerkt habe ich die vorhandene Unsicherheit eigentlich erst heute, als ich plötzlich froh war, dass ich aufgrund des schlechten Wetters froh war, eine Ausrede zum Absagen der Tour zu haben. Moment mal …..hatte ich da gedacht…denn noch vor einiger Zeit wäre ich entsetzlich traurig gewesen, wenn sowas passiert, ganz davon mal abgesehen…dass mich solch Wetter wie heute noch vor wenigen Wochen nicht im Geringsten vom Biken abgehalten hätte. Letzten Winter war ich bei Tiefschnee und Glatteis fröhlich die Trails runter gekachelt und es hat mich überhaupt nicht gestört, wenn ich dann doch mit meinem Bike durch den Schnee gepurzelt bin. Da hab ich gelacht, den Schnee abgeklopft und bin fröhlich weiter gefahren. Und nun habe ich Angst. Ich mag gar nicht mehr fahren. Selbst die Ausfahrten mit Eps machen mich irgendwie unsicher. Anstatt locker das Tempo zu genießen steh ich immer halb auf der Bremse. Das kann so nicht weiter gehen. Bei manchen meiner Reitschüler ist das damals auch mal vorgekommen: Da waren die eigentlich schon recht fortgeschritten und konnten locker mit dem Pferd umgehen und dann kamen einige dumme, aber nicht ernsthafte Stürze oder kleine Missgeschicke und dann hatten die plötzlich Angst, obwohl es gar keinen triftigen Grund gab. Also..jetzt keinen heftigen Sturz oder Vergleichbares. Die Summe der Sache macht es manchmal, vor allem wenn der Sportler sowieso zu Unsicherheiten neigt. So ist es bei mir jetzt auch. Bei den Reitschülern hat es manchmal geholfen, dass sie dann einfach für einige Monate völlig zu den Anfängen zurückkehrten und mit ganz leichten Übungen, wie ein Neuanfänger, das Vertrauen zum Pferd wieder aufbauten.. So werde ich das jetzt auch mit dem Bike machen. Über die Wintermonate werde ich jetzt einfach ganz gemütlich Hometouren zu machen und schauen, ob ich den Dreh wieder rausfinde. Hoffe ich doch, denn Spaß macht es ja. Bin zur Zeit etwas geknickt deswegen…aber naja..kann man wohl nichts machen.
3.12.11 19:31


Positives

Die letzten Tage waren unglaublich positiv für mich. Nach meinem letzten Blogeintrag bekam ich unglaublich viele ganz, ganz liebe Mails. Gerade die Biker, mit den ich schon so lange fahre, schrieben ein liebes Kommentar und manchmal auch noch eine Mail dazu mit Worten, die mir unglaublich an Herz gegangen sind. Das war total schön. Und es hat mir Mut gemacht, es noch mal zu versuchen

Danke

Als Resümee der ganzen Geschichte kann man vielleicht doch eher  feststellen, dass die meisten der neuen sich einfach mich als Ansprechpartner gewählt hatten, weil ich halt die ganzen Einladungen schicke und .. ;-) ..weil ich halt so langsam fahre, dass sie sich schnell mal neben mich pirschen können, um mit mir zu reden.*grins*

Jetzt..nach einigen Tagen nachdenken, finde ich das ganze doch gar nicht mehr schlimm. Ich war zwar zunächst betroffen, aber wenn man die Zusammenhänge betrachtet, dann bin ja gar nicht ich persönlich gemeint gewesen.

Also…..alle wieder gut. FrauBike kommt wieder.

Ich bin aber auch durch einige Post bei Facebook ( hier : http://www.machosil.de/ )  noch mal dazu veranlasst worden, diesen Artikel zu schreiben. Es ging darum, dass sich Männer doch mal weniger machohaft  verhalten sollten, eingepackt in einen Werbeslogan mit Pillen dagegen ;-).Dieser kleine Gag, der jetzt seit Tagen über Facebook geisterte (es gibt auch ein Gegenstück für die Damen dazu) inspirierte mich dazu, noch mal zu erwähnen, dass es beim Mountainbiken irgendwie diese Macho- Männer nicht gibt.

Gerade hier könnte eher der Slogan passen: harte Kerle, weicher Kern.

Witzig…….das war damals, als ich noch Motorrad gefahren bin genauso:  Unter der fetzigen Rockerkluft verbargen sich  zu 95% unglaublich liebe Männer mit ganz viel Herz.

Ich glaube einfach, dass Männer so eine Sportart brauchen wo sie sich ausleben können, dann brauchen sie kein Machogehabe mehr Frauen gegenüber.

Das hilft besser als alle Pillen.

Ich erlebe beim Mountainbiken immer nur Männer, die Frauen bei Pannen helfen, die ihr Trinken teilen, die beim Sturz besorg anhalten und tausendmal fragen, ob wirklich nichts passiert ist, die warten wenn Frau nicht kann und Mut machen, wenn sie irgendwo nicht hochkommt oder sich nicht runter traut.. und die Mails schicken mit „Komm bitte wieder, du gehörst doch dazu“ und „Bis bald im Wald“

Das ist toll. Unglaublich schön!

Achso, weil viele gefragt haben, hier mal alle Einträge in der Übersicht:

http://fraubike.myblog.de/fraubike/archivebymonth

10.11.11 06:45


Pause

So …..ich mach mal eine Pause…..

Einerseits waren meine gezerrte Sehne und der erneute Ausfall der Gabel bei meinem Scott der letzte Auslöser für diese Entscheidung.

Aber zum größten Teil  beruft sich meine Entscheidung darauf, dass es mit der Gruppe nicht mehr so klappt und ich in den letzten Wochen mehr Stress als Freude gehabt habe.

Nicht das Biken ansich, das war und ist immer Freude pur.Das macht mir immer noch großen Spaß

Aber ich packe die Auseinandersetzungen mit der Gruppe nicht mehr.

 Nach jeder Tour bekam ich Mails von Mitbiker. Den einen war es zu langsam, den nächsten zu schnell, der übernächste hatte das Gefühl, man hat zu wenig Rücksicht auf ihn genommen, dann war die Uhrzeit wahlweise zu früh/zu spät, die Gruppengröße zu klein oder zu groß und und und……

Aber dafür bin ich gar nicht verantwortlich!!

Ich war langsam zu Beschwerde - Anlaufstelle geworden……... und das, wo ich selber noch total unsicher beim Biken bin.

Insbesondere die letzte(n) FunTour(en) war richtig stressig für mich. Obwohl ich noch nicht mal dazu eingeladen hatte, sondern nur ganz "normaler Mitfahrer" war, hieß es schon von Anfang an „Daniela, die sind viel zu schnell“, „Daniela kannst du mal dafür sorgen , dass die langsamer fahren“..; „Können die mal mehr warten“  .. usw.....

…ähmmmmm…

Wieso ich denn?

Obwohl ich jedes Mal erklärte, dass es immer nur die ersten 30 bis 40 Minuten so schnell ist und auf jeden Fall  IMMER gewartet wird, ging das Gemotzte so weiter. Es hieß dann „Daniela, kannst Du mal vorne fahren und die Gruppe ausbremsen“……

kaum war ich vorne hieß es :

„Sag mal, Daniela, kannst du hinten fahren und aufpassen, dass keiner verloren geht?“.

Nein..kann ich nicht!!

Dazu sind meine Fahrküste viel zu schwach ;-(,  bin ja froh, wenn ich selber klarkomme!

Ich hatte dann noch zwei der stärkeren Biken darum gebeten, bitte hinten zu fahren , damit die Gruppe zusammen bleibt, da bekam ich ein klares deutliches „Nö..mach ich nicht“.,..--> Danke

Kaum hatte sich das Tempo ganz gut eingependelt (so, wie ich es auch gesagt hatte) ging es fröhlich so weiter. Obwohl ich gar nicht Guide war, kam dann zur Abwechslung noch:

warum fahren wir so wenig Trails, warum geht’s nicht in die Heide, warum fahren wir so langsam und warum geht’s so oft Berg hoch…usw. usf.

…und ich war restlos fertig zum Schluss

;-(

 

Dann gibt es zum Teil sehr bissige Bemerkungen (die mir wirklich sehr, sehr nahe gehen) darüber, dass ich noch so wenig kann beim Biken, immer so langsam bin und so wenig selber reparieren kann. Einige machen sich lustig über meine mangelnde Kondition und darüber, dass ich nicht schneller werde.Das war zum Teil schon arg verletzend.Das kann ich auf Dauer nicht wegstecken.

Ich habe immer  versucht, nett zu sein und positiv auf die Gruppe einzuwirken. Das hat zum Teil gut funktioniert, denn viele der Anfänger und Einsteiger haben sich gefreut, dass sie sich mit mir vor und nach der Tour austauschen können. Da bekam ich auch viele, liebe Dankeschön für. Aber genützt hat es mir nichts. Letztendlich stand ich doch immer „alleine im Regen“ da.

Dazu kommt, dass ich gar nicht so ein Typ für Facebook und Chatten und dergleichen bin. Ich habe auf der Arbeit gewisse zeitliche Lücken, die ich dann gerne mal mit Facebook fülle. Aber zu Hause hat mein Rechner eigentlich nur „Zierfunktion“.

 Ihr wisst ja :

Ich bin eher der Draußen -Typ:

Garten, Hunde, Bike….

Aber bitte kein Rechner @ home!

Ich sage nicht ganz und gar „Tschüß“ ...aber eine deutliche Reduzierung um und bei 80 % wird es jetzt geben.

  Sport sollte für mich eigentlich Entspannung bedeuten. Somit werde ich erst mal jetzt alleine Biken und mich von Zeit zu Zeit mal mit den einen oder anderen für eine zweier Tour verabreden.

 Aber „Gruppe“ hat jetzt Pause.

Ich bin restlos traurig, dass es so gekommen ist!

 

7.11.11 05:23


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