Frau auf Mountainbike

 



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Lahmgelegt

Tja.. nun hat es mich also (schon wieder) lahmgelegt ;-(. Nachdem ich bereits in den letzten Jahren 17 (i.W. siebzehn) mal unter dem Messer war, um irgendwelche Sehnen und Bänder wieder zusammenflicken lassen, bzw. und die daraus resultieren Folgeschäden wieder zu begradigen, habe ich wenigstens diesmal „nur“ eine Zerrung. So eine verdammte ****… *grummel* .

Ich habe von Geburt an eine Bindegewebeschwäche die Grund dafür ist, dass das bei mir immer so schnell geht und so oft passiert. Deswegen bin ich auch immer über und über voller Blutergüsse…..sieht also in der Tat immer so aus, als wenn ich noch schlechter bike, als es sowieso schon ist ;-)…dabei bin ich schon seit ein paar Wochen nicht mehr auf die Nuss gefallen, trotzdem bin ich scheckiger als die Milkakuh.

Diese Sehnenzerrung ist am Samstag während der Tour passiert. Ich bin wirklich ganz normal gefahren, nicht abgerutscht, nicht vertreten,….nichts. Aber plötzlich ein heftiger Schmerz im linken Bein. Ich dachte eher, dass es ein Krampf ist. Misstrauisch wurde ich erst, als es nämlich Sonntag bei der CTF immer noch schmerzte und auch langsam anschwoll. Naja und Montag bin ich denn hin zum Arzt, der stellte dann die Zerrung fest. Mittlerweile war das Bein auch enorm dick geworden.

Biken geht zwar (habe ich gestern erst probiert), aber ich glaube meine heißgeliebte Bergetour am Wochenende muss ich ausfallen lassen L.Aber Sonntag geht es dafür in die Heide und das schaffe ich dann bestimmt.

Ansonsten habe ich jetzt beschlossen, dass ich mein Bike mehr „kennen lernen“  möchte und wissen möchte, wie ich Dinge reparieren und vernünftig pflegen kann. Das ärgert mich eigentlich schon die ganze Zeit, dass ich sowas alles nicht weiß. Da ich nicht „mutig“ genug bin, da alleine los zu legen und es mir damit nicht alleine geht, habe sich ein paar der erfahrenen Biken bereit erklärt, uns Einsteigern das zu zeigen.

Da freue ich mich schon wie irre drauf!

Vielleich wird ja irgendwann doch mal ein richtiges FrauBike aus mir.

Mühe gebe ich mir jedenfalls.. aber wenn die Gesundheit immer und immer wieder einen Strich durch die Rechnung macht, ist es manchmal auch demotivierend.

Anderseits sagen die Docs auch immer, ich könnte eigentlich gar keinen Sport mehr machen und dafür geht es doch richtig gut. Finde ich! Natürlich werde ich NIE so fit werden, wie andere BikerINNEN, aber ich bin immerhin soweit gekommen, dass ich Touren mitfahren kann.

Das hätte mir keiner zugetraut und  ich bin froh, dass ich den Vorhersagen trotzen konnte.

Vor 3 Jahren, nach meiner letzten großen OP, hieß es noch , dass ich evt.l damit rechnen müsste, überhaupt nie wieder arbeiten zu können, weil mein Schultergelenk evtl. bewegungsunfähig bleiben könne.

Und jetzt fahre ich Mountainbike!

Das ist doch der Hammer!

Finde ich!

Ich weiß natürlich, dass einige über mich schmunzeln, weil ich so oft so langsam bin und immer noch viele Pausen brauche. Aber mich stört das gar nicht.

Bin froh, dass ich so weit gekommen bin und das ich durch meine geduldigen Mitbiker immer so eine so eine große Motivatonshilfe habe.DANKE
2.11.11 19:39


Pause

So …..ich mach mal eine Pause…..

Einerseits waren meine gezerrte Sehne und der erneute Ausfall der Gabel bei meinem Scott der letzte Auslöser für diese Entscheidung.

Aber zum größten Teil  beruft sich meine Entscheidung darauf, dass es mit der Gruppe nicht mehr so klappt und ich in den letzten Wochen mehr Stress als Freude gehabt habe.

Nicht das Biken ansich, das war und ist immer Freude pur.Das macht mir immer noch großen Spaß

Aber ich packe die Auseinandersetzungen mit der Gruppe nicht mehr.

 Nach jeder Tour bekam ich Mails von Mitbiker. Den einen war es zu langsam, den nächsten zu schnell, der übernächste hatte das Gefühl, man hat zu wenig Rücksicht auf ihn genommen, dann war die Uhrzeit wahlweise zu früh/zu spät, die Gruppengröße zu klein oder zu groß und und und……

Aber dafür bin ich gar nicht verantwortlich!!

Ich war langsam zu Beschwerde - Anlaufstelle geworden……... und das, wo ich selber noch total unsicher beim Biken bin.

Insbesondere die letzte(n) FunTour(en) war richtig stressig für mich. Obwohl ich noch nicht mal dazu eingeladen hatte, sondern nur ganz "normaler Mitfahrer" war, hieß es schon von Anfang an „Daniela, die sind viel zu schnell“, „Daniela kannst du mal dafür sorgen , dass die langsamer fahren“..; „Können die mal mehr warten“  .. usw.....

…ähmmmmm…

Wieso ich denn?

Obwohl ich jedes Mal erklärte, dass es immer nur die ersten 30 bis 40 Minuten so schnell ist und auf jeden Fall  IMMER gewartet wird, ging das Gemotzte so weiter. Es hieß dann „Daniela, kannst Du mal vorne fahren und die Gruppe ausbremsen“……

kaum war ich vorne hieß es :

„Sag mal, Daniela, kannst du hinten fahren und aufpassen, dass keiner verloren geht?“.

Nein..kann ich nicht!!

Dazu sind meine Fahrküste viel zu schwach ;-(,  bin ja froh, wenn ich selber klarkomme!

Ich hatte dann noch zwei der stärkeren Biken darum gebeten, bitte hinten zu fahren , damit die Gruppe zusammen bleibt, da bekam ich ein klares deutliches „Nö..mach ich nicht“.,..--> Danke

Kaum hatte sich das Tempo ganz gut eingependelt (so, wie ich es auch gesagt hatte) ging es fröhlich so weiter. Obwohl ich gar nicht Guide war, kam dann zur Abwechslung noch:

warum fahren wir so wenig Trails, warum geht’s nicht in die Heide, warum fahren wir so langsam und warum geht’s so oft Berg hoch…usw. usf.

…und ich war restlos fertig zum Schluss

;-(

 

Dann gibt es zum Teil sehr bissige Bemerkungen (die mir wirklich sehr, sehr nahe gehen) darüber, dass ich noch so wenig kann beim Biken, immer so langsam bin und so wenig selber reparieren kann. Einige machen sich lustig über meine mangelnde Kondition und darüber, dass ich nicht schneller werde.Das war zum Teil schon arg verletzend.Das kann ich auf Dauer nicht wegstecken.

Ich habe immer  versucht, nett zu sein und positiv auf die Gruppe einzuwirken. Das hat zum Teil gut funktioniert, denn viele der Anfänger und Einsteiger haben sich gefreut, dass sie sich mit mir vor und nach der Tour austauschen können. Da bekam ich auch viele, liebe Dankeschön für. Aber genützt hat es mir nichts. Letztendlich stand ich doch immer „alleine im Regen“ da.

Dazu kommt, dass ich gar nicht so ein Typ für Facebook und Chatten und dergleichen bin. Ich habe auf der Arbeit gewisse zeitliche Lücken, die ich dann gerne mal mit Facebook fülle. Aber zu Hause hat mein Rechner eigentlich nur „Zierfunktion“.

 Ihr wisst ja :

Ich bin eher der Draußen -Typ:

Garten, Hunde, Bike….

Aber bitte kein Rechner @ home!

Ich sage nicht ganz und gar „Tschüß“ ...aber eine deutliche Reduzierung um und bei 80 % wird es jetzt geben.

  Sport sollte für mich eigentlich Entspannung bedeuten. Somit werde ich erst mal jetzt alleine Biken und mich von Zeit zu Zeit mal mit den einen oder anderen für eine zweier Tour verabreden.

 Aber „Gruppe“ hat jetzt Pause.

Ich bin restlos traurig, dass es so gekommen ist!

 

7.11.11 05:23


Positives

Die letzten Tage waren unglaublich positiv für mich. Nach meinem letzten Blogeintrag bekam ich unglaublich viele ganz, ganz liebe Mails. Gerade die Biker, mit den ich schon so lange fahre, schrieben ein liebes Kommentar und manchmal auch noch eine Mail dazu mit Worten, die mir unglaublich an Herz gegangen sind. Das war total schön. Und es hat mir Mut gemacht, es noch mal zu versuchen

Danke

Als Resümee der ganzen Geschichte kann man vielleicht doch eher  feststellen, dass die meisten der neuen sich einfach mich als Ansprechpartner gewählt hatten, weil ich halt die ganzen Einladungen schicke und .. ;-) ..weil ich halt so langsam fahre, dass sie sich schnell mal neben mich pirschen können, um mit mir zu reden.*grins*

Jetzt..nach einigen Tagen nachdenken, finde ich das ganze doch gar nicht mehr schlimm. Ich war zwar zunächst betroffen, aber wenn man die Zusammenhänge betrachtet, dann bin ja gar nicht ich persönlich gemeint gewesen.

Also…..alle wieder gut. FrauBike kommt wieder.

Ich bin aber auch durch einige Post bei Facebook ( hier : http://www.machosil.de/ )  noch mal dazu veranlasst worden, diesen Artikel zu schreiben. Es ging darum, dass sich Männer doch mal weniger machohaft  verhalten sollten, eingepackt in einen Werbeslogan mit Pillen dagegen ;-).Dieser kleine Gag, der jetzt seit Tagen über Facebook geisterte (es gibt auch ein Gegenstück für die Damen dazu) inspirierte mich dazu, noch mal zu erwähnen, dass es beim Mountainbiken irgendwie diese Macho- Männer nicht gibt.

Gerade hier könnte eher der Slogan passen: harte Kerle, weicher Kern.

Witzig…….das war damals, als ich noch Motorrad gefahren bin genauso:  Unter der fetzigen Rockerkluft verbargen sich  zu 95% unglaublich liebe Männer mit ganz viel Herz.

Ich glaube einfach, dass Männer so eine Sportart brauchen wo sie sich ausleben können, dann brauchen sie kein Machogehabe mehr Frauen gegenüber.

Das hilft besser als alle Pillen.

Ich erlebe beim Mountainbiken immer nur Männer, die Frauen bei Pannen helfen, die ihr Trinken teilen, die beim Sturz besorg anhalten und tausendmal fragen, ob wirklich nichts passiert ist, die warten wenn Frau nicht kann und Mut machen, wenn sie irgendwo nicht hochkommt oder sich nicht runter traut.. und die Mails schicken mit „Komm bitte wieder, du gehörst doch dazu“ und „Bis bald im Wald“

Das ist toll. Unglaublich schön!

Achso, weil viele gefragt haben, hier mal alle Einträge in der Übersicht:

http://fraubike.myblog.de/fraubike/archivebymonth

10.11.11 06:45





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